Umsetzung
Als Endprodukt entstand ein Outlook-Add-in, das schrittweise entwickelt wurde: Zuerst analysierten wir die Bedürfnisse, dann folgte die Minimalversion (MVP) für die erste Prüfstufe, bevor wir die zweite Stufe einführten. Das Zusatzprogramm startete, sobald der Nutzer auf «Senden» klickte. Es prüfte Empfänger und Anhänge über die Graph API, wobei alle Kundendaten intern blieben.
Ablauf
Stufe 1: Bestätigung vor dem Versand
Jedes Mal, wenn ein Benutzer auf «Senden» klickte, erschien ein Fenster. Es fragte den Nutzer, ob der richtige Empfänger für die E-Mail ausgewählt wurde. Wenn der Nutzer mit «Ja» antwortete, wurde die E-Mail verschickt. Bei einer Antwort mit «Nein» blieb die E-Mail als Entwurf gespeichert.
Stufe 2: Prüfunge der Adressen und Empfänger
Das System prüfte die Adressen in An, Cc und Bcc sowie die Anhänge, um zu sehen, ob sie den festgelegten Kriterien entsprachen – zum Beispiel, dass eine interne E-Mail auch nur für interne Empfänger bestimmt ist.
Wenn eine Abweichung festgestellt wurde, etwa wenn ein externer Empfänger bei einer internen E-Mail eingetragen war, wurde das Senden blockiert. Das System zeigte sofort eine Nachricht an, die sagte: Einige Empfänger/Anhänge entsprechen nicht den Kriterien. Bitte überprüfen und korrigieren.
Alle Details zu diesem Vorgang wurden für die IT-Abteilung protokolliert.
Anhänge
Unbekannte Dateitypen werden für die manuelle Kontrolle markiert. Über AIP (Azure Information Protection) bekommt man automatische Vorschläge für die korrekte Klassifizierung.
Sicherheit
Das Zusatzprogramm kann lokal (On-Premises) genutzt werden und erfüllt die Standards SOC-II und DSGVO. Der Zugriff ist beschränkt, und alle Protokolle sind verschlüsselt.
Technische Details
- Installation: Zentral über Microsoft 365.
- Technologie: Graph API für Echtzeit-Abfragen und Azure-Funktionen für leichte Verarbeitung.
- Voraussetzungen: AIP-Lizenzen und Graph-Berechtigungen.nNutzung: Nur mit Exchange-E-Mail-Konten möglich. API-Limits in der Webversion wurden durch Batching reduziert.