Trends im Produktinformationsmanagement

Trends im Produktinformationsmanagement

Digitale Lösungen eröffnen neue Möglichkeiten, die es den E-Commerce-Unternehmen ermöglichen, ihre Kunden besser zu binden und den Umsatz zu steigern.

Heute tätigen 71% der E-Commerce-Käufer ihre Einkäufe mit Smartphones, 27% verwenden dafür Desktop-Computer, 2% verwenden Tablets, während 22% der Käufer Sprachassistenten verwenden, um online einzukaufen.

Neben der Erleichterung des Einkaufsprozesses für Kunden stellt diese digitale Vielfalt auch neue Herausforderungen an Marketer und macht den Wettbewerb im E-Commerce-Sektor viel komplexer. Heutzutage benötigen die Unternehmen ausgeklügelte unterstützende Marketinginstrumente und -techniken, um ihren Käufern konsistente und interessante Produktdaten zu präsentieren. Dazu gehören Product Information Management Practice (PIM) und verschiedene digitale PIM-Tools und -Systeme.

In diesem Artikel erklären wir die Gründe, warum die PIM-Software immer beliebter wird und was die wichtigsten Trends und Best Practices im Produktinformationsmanagement sind. Wenn Sie jedoch mehr über PIM erfahren möchten, lesen Sie unseren umfassenden Leitfaden „Was ist Produktinformationsmanagement?“, das die Kernaspekte von PIM, die Sie kennen müssen, anspricht.

Der Markt für PIM-Software explodiert

PIM-Software ist jetzt auf dem Vormarsch.

Laut der Studie von Allied Market Research erreichte die Größe des globalen PIM-Markts im Jahr 2019 9,90 Milliarden USD und wird voraussichtlich bis 2027 59,25 Milliarden USD zulegen, was zwischen 2020 und 2027 eine CAGR von 25,2 % bedeutet.

Dieser fast 6-fache Anstieg erklärt sich durch ein boomendes Wachstum des E-Commerce-Sektors, das mit der Covid-19-Pandemie begann und immer noch anhält. Der Marktanteil  von E-Commerce wird bis 2024 voraussichtlich 6,38 Milliarden US-Dollar erreichen, verglichen mit 4,28 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020.

Die Notwendigkeit, Produktinformationen zu sammeln und effektiv zu organisieren, führte zu einer starken Nachfrage nach PIM-Software, insbesondere bei den großen Unternehmen. Die PIM-Systeme ermöglichen es den Großunternehmen, Daten für eine Vielzahl von Marken und Produkten viel einfacher zu verwalten, den Inhalt für das Multichannel-Marketing zu standardisieren und die Produktivität des Marketing Teams zu steigern. Dieses starke Interesse an PIM-Lösungen von der Seite der großen Unternehmen wird voraussichtlich für mehrere Jahre den gesamten Markt für Produktinformationsmanagement dominieren, aber bis 2027 wird auch der Anteil von KMUs, die PIM-Lösungen verwenden, deutlich steigen.

Die Schlüsselrolle von Produktinformations Management Systemen

Laut einer B2B-Studie des Content Marketing Institute 86% der Vermarkter gaben an, dass die Priorisierung ihrer Marke und Produkt Bewusstsein war einer der wichtigsten Marketingziele, die 2021 erreicht werden sollen.

Im Jahr 2022 müssen Marketer zu diesen Zielen die Bereitstellung eines vollständigen Produkt Erlebnisses über mehrere Kanäle hinzufügen.

Mit Hilfe von Produktinformationsmanagement Systemen können die Unternehmen das Produkt Bewusstsein steigern und wertvolle Erfahrungen bieten, die Kunden und verschiedene Vertriebspartner von ihnen erwarten. Hier sind die wichtigsten PIM-Funktionen, die PIM-Systeme zu den effektivsten digitalen Marketinginstrumenten machen.

Daten Vereinheitlichung

Ein Produkthersteller muss seine Produktinformationen mit verschiedenen Arten von Vertriebspartnern teilen. Dazu gehören Distributoren, Großhändler, Einzelhändler, Marktplätze und andere. Alle haben ihre eigenen Produktanforderungen und Datenstandards. Mit PIM-Software können Marketer viel Zeit sparen, indem sie die benötigten Daten in den richtigen Formaten und Sprachen bereitstellen und langwierige manuelle Datenanpassungen vermeiden.

Bereitstellung detaillierter Produktdaten

Häufig bringen die Hersteller mehr als eine Produktart auf den Markt. Viele von ihnen, wie Pfizer, Nestle, Unilever und andere, haben mehr als 10 Marken, jede mit ihrer eigenen Produktlinie. Diese Unternehmen müssen alle Daten zu jedem Produkttyp in einem einheitlichen System speichern und schnell darauf zugreifen können. PIM-Systeme können dieses Problem problemlos bewältigen, indem sie Herstellern gut strukturierte Kataloge, die einfach zu verwalten sind, zur Verfügung stellen. In diesen Katalogen sollen detaillierte Beschreibungen schnell gespeichert und bereitgestellt werden können.

Verbesserte Kundenerfahrung

Eine gängige Strategie für Online- und Offline-Käufer besteht darin, nach Daten zu einem Produkt, das sie online kaufen möchten, zu suchen. Informationsmangel, z.B. unklare Preise sind einer der Gründe für den Abbruch des Warenkorbs. Die PIM-Systeme liefern genaue und aktuelle Informationen, sorgen für ein besseres Kundenerlebnis und reduzieren die Anzahl der Fälle, in denen Käufer das Interesse an den Einkäufen verlieren.

Steigerung der Effizienz des Marketing Teams

PIM-Systeme automatisieren viele sich wiederholende Aufgaben wie Datenimport und -export, Einrichtung von Produkt Taxonomien und Datenvalidierung. Darüber hinaus lassen sie sich in den meisten Fällen einfach in andere Unternehmenssoftware integrieren und bieten einen zentralen Ort für die Erstellung, Speicherung und Anreicherung von Inhalten. All diese Aktivitäten helfen den Marketing Teams, effizient zu arbeiten und Produktdaten schnell zu erstellen und mit anderen Unternehmen, Kunden oder Vertriebspartnern zu teilen.

Die wichtigsten Trends und Best Practices in dem Produktinformationsmanagement für 2022

Wenn Unternehmen entscheiden, PIM-Software in ihre digitale Infrastruktur zu integrieren, wollen sie ein einfach zu skalierendes, intuitives und mit den bekanntesten Werkzeugen ausgestattetes System bekommen. Aus diesem Grund wenden sich viele Unternehmen an maßgeschneiderte Software- Entwicklungsunternehmen und bauen benutzerdefinierte E-Commerce-Lösungen, einschließlich PIM-Apps, die ihre Geschäftsanforderungen vollständig erfüllen.

Neben der Erfüllung der Anforderungen eines bestimmten Unternehmens sollte eine effektive und robuste PIM-Software auch den neuesten Marketing Trends und Best Practices folgen.

Hier sind die Top-Trends, denen eine PIM-Software im Jahr 2022 folgen sollte:

Einfache Datenverwaltung

Eine moderne PIM-App sollte mit den unterschiedlichsten Daten umgehen können. Es bedeutet nicht nur, Informationen in verschiedenen Datenformaten wie CSV oder XML zu exportieren und zu importieren, sondern auch Daten von entfernten Standorten zu extrahieren und automatisch zu aktualisieren, die Möglichkeit zu bieten, beliebige Daten zu ändern und automatische Statusaktualisierungen durchzuführen, große Datenmengen von verschiedenen Quellen zu erhalten und vieles mehr.

Nahtlose Integration

Für Unternehmen ist es entscheidend, dass sie ihre PIM-Software in das bestehende digitale Ökosystem des Unternehmens integrieren können. Deshalb muss diese Art von Software über robuste APIs verfügen, die sich reibungslos mit allen Geschäftssystemen wie Enterprise Resource Planning (ERP), Auftragsverwaltungssystemen (OMS), Point-of-Sale-Systemen (POS), Marketing-Apps und anderen verbinden lassen.

Syndizierung von Produktdaten

Ein effektives PIM-System sollte Produktdetails genau vorbereiten und syndizieren und sie mit den Teilnehmern der Lieferkette des Unternehmens teilen. Händler und Hersteller können die syndizierten Daten für verschiedene Marketingkanäle verwenden, darunter Marktplätze, mobile Apps, soziale Medien, Kioske und andere. Dazu sollte die PIM-Lösung in der Lage sein, die Daten an die Bedürfnisse eines bestimmten Marketing Kanals anzupassen, Instrumente bereitzustellen, um einzigartige Customer Journeys zu erstellen, die richtigen Produktdaten auf den entsprechenden Marktplätzen zu pushen, Tools für effektive Werbung bereitzustellen und vieles mehr.

Verbesserte Datenvalidierung

Die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Daten ist für ein fortschrittliches PIM-System unerlässlich. Deswegen müssen die E-Commerce-Softwareentwickler sicherstellen, dass sie in ihrer PIM-Lösung eine vertrauenswürdige Single Source of Truth aufbauen. Das bedeutet, dass die Daten sorgfältig aus verschiedenen Quellen an einem einzigen Ort gesammelt werden, gut strukturiert und verifiziert sind. Dazu müssen die Softwareentwickler robuste Datenanalyse Funktionen integrieren, die Daten in einer Hierarchie organisieren, bereinigen, in Aufzählungszeichen und Beschreibungen parsen, Daten für den Omnichannel-Handel optimieren, die Datenvalidierung im Textformat bereitstellen und vieles mehr.

Fazit

Die rasante Digitalisierung und eine schnell wachsende Zahl von Online-Käufern haben ein schnelles Wachstum der E-Commerce-Branche ausgelöst. Um mit dem Entwicklungstempo des E-Commerce Schritt zu halten und die Kundennachfrage zu 100% zu erfüllen, müssen die E-Commerce-Unternehmen ständig experimentieren und neue digitale Technologien in ihre Geschäftsabläufe integrieren.

Eine der jüngsten Innovationen, die den Unternehmen dabei helfen können, ihre Marken zu priorisieren, ihre Produktbekanntheit zu steigern und ein umfassendes Produkterlebnis über mehrere Marketingkanäle hinweg bereitzustellen, ist der Einsatz von Produktinformations Management Systemen. Sie ermöglichen es den Unternehmen, ihre Marken- und Produktdaten präzise zu analysieren, zu strukturieren, zu validieren und schnell und in geeigneten Formaten mit allen Beteiligten der Lieferkette zu teilen.